Wir behandeln Ihre Zähne mit Liebe ! 

4. Hilfsprojekt "abgeschlossen"

Parodontitis-Behandlung

  Patienten-Info zur Parodontitis-Behandlung, -Stand 05-2018-


 

Die Parodontitis ist eine immunentzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, wobei der Knochenstoffwechsel gestört ist.

 

Die Körperoberfläche des Menschen ist allseitig durch intakte Haut und Schleimhaut gegen äußere Einflüsse geschützt, dadurch wird der Körper vor Infektionen bewahrt. Dies ist an der Grenzstelle Zahn/Zahnfleisch nicht so. Das Zahnfleisch ist dicht an die Zahnoberfläche angelagert, trotzdem können Bakterien durch diese feste Gewebeanlagerung ins Körperinnere eintreten. Deshalb hat der Körper hier eine ausgeprägte Immunabwehr eingerichtet. Die unvermeidlich eindringenden Bakterien werden bei einem gesunden Gleichgewicht zwischen (geringer) bakterieller Infektion und guter Immunreaktion neutralisiert.

Dieses Gleichgewicht wird gestört durch unzureichende Mundhygiene, hormonelle Veränderungen, Stress, Rauchen, Fehlernährung, ungesunde Lebensweise und damit einhergehender Übersäuerung des Körpers. Außerdem können genetische Belastungen und chronische Erkrankungen wie z.B. Diabetes oder Rheuma den Verlauf der Parodontitis verschlechtern.


 

Als Folge der Milieuänderung kann es dazu führen, dass aggressive Bakterien aktive Biofilme bilden. Es kommt zum Beginn einer Parodontitis. Blutungen, Eiterungen, lokale Schwellungen und Zahnlockerungen durch Knochenrückgang sind die Folgen.

Da Parodontitis eine übertragbare infektiöse Erkrankung ist, sollen beide Partner sich einer Untersuchung unterziehen.


 

Wie erfolgt die Behandlung der Parodontitis in unserer Praxis?                  

I. Therapie auf schulmedizinisch- wissenschaftlicher Grundlage


 

1. Hygienephase: Nachdem die Zähne evtl. durch Füllungen und Wurzelbehandlungen vorbehandelt und  störende überstehende Füllungen oder Kronenränder beseitigt  wurden, werden Sie von einer speziell weitergebildeten zahnmedizinischen Fachangestellten bei sämtlichen Begleitbehandlungen betreut. In Hygienesitzungen erhalten Sie optimale Mundhygiene- Instruktionen, Aufklärungen über die spezielle Behandlungsweise sowie Zahnreinigungen.


 

__ In schweren Fällen mit Verdacht auf Beteiligung aggressiver Bakterien empfehlen wir Ihnen einen Test                         

     zur Bestimmung der parodontitisverursachenden Leitkeime, die einen sehr aggressiven Krankheitsverlauf        

     auslösen,  um  eine ganz gezielte Antibiotika- Therapie durchführen zu können. 

Oft reicht eine allgemeine Antibiotika-Therapie. Sie sollten einige Tage vor, während und nach der Einnahme des Antibiotikums 1x tägl. einen probiotischen Joghurt zum Schutz der Darmflora essen. Außerdem verschreiben wir bei Bedarf Perenterol ebenfalls zum Schutz der Darmflora.


 

__ Durch die moderne Diagnostik kann das genetische Risiko an einer Parodontitis zu erkranken, festgestellt 

     werden.       

     Dies ist besonders bei schlechter Ausheilung, bei starken Rauchern, bei Diabetikern wie auch bei 

     Implantatenträgern  erforderlich, oder vor einer größeren Zahnersatz- bzw. Implantatversorgung,                      


 

2.  Parodontal-Therapie: Diese Behandlung wird vom Zahnarzt durchgeführt. Innerhalb von 24 h werden bei allen Zähnen der sichtbare und unsichtbare (unter dem Zahnfleisch angesammelter) Zahnstein, vor allem aber der Biofilm, auf der Zahnwurzel entfernt. Auch die tiefen Zahnfleischtaschen werden intensiv antibakteriell behandelt. Diese Behandlung erfolgt so schonend wie möglich, auf keinen Fall chirurgisch. Dadurch können wir negative Begleiterscheinungen einer Zahnfleischbehandlung, wie „lange Zähne“ durch extremen Zahnfleischrückgang, Kälteempfindlichkeiten, frei liegende Kronenränder deutlich minimiert. 

Ziel dieser Therapie ist es, die Keimanzahl entscheidend zu verringern, um dem Immunsystem die Change zu geben, dessen

Aktivität zu normalisieren. Deshalb ist oft eine Antibiotikatherapie und die Extraktion kritischer Zähne nötig.

Ist keine Antibiotika- Gabe durchführbar, werden die Zahnoberflächen mit der PACT- Therapie behandelt.      


 

In den ersten 10 Tagen reinigen Sie nur vorsichtig die Zähne mit einer neuen weicheren Zahnbürste.

Zahnseide, Interdentalbürsten, Superfloss, Zahnhölzer und elektrische- oder Schallzahnbürsten sind verboten !

Der Schwerpunkt liegt in der chemischen Zahnbelagskontrolle durch Spüllösungen. 

Bereits am Behandlungstag werden die Zähne mit hochwirksamen antibakteriell wirkenden Zahnlacken behandelt. 


 

3. Pa-Nachbehandlung 2: Wiederbefundung und parodontal- unterstützende professionelle Zahnreinigung         


 

4. Pa-Freigabe: Nach 3 - 4 Monaten, Wiederbefundung und professionelle Reinigung, Einstufung Recall-Abstand  


 

-> Hierbei kann ein Test sehr sinnvoll sein, welcher in 10 min. anzeigt, ob die Parodontitis ausgeheilt ist.

        = "Periomarker- Test"        

II. Recall - Ohne regelmäßige individuell abgestimmte Nachsorge kommt die Parodontitis unvermeidlich zurück ! -                  

Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen mit Schwerpunkt Biofilm-Entfernung sind der Schlüssel zum Langzeiterfolg.

  • Warum lebenslange Nachsorge?                                                                                               Stellen Sie sich ein Schiff im Ozean vor. Dieses macht gerade seine erste Reise. Wenn man den Rumpf des Schiffes nach einiger Zeit anschaut, so erkennt man einen Algenteppich. Dieser „Algenteppich“ in der Zahnfleischtasche, auf den Zahnwurzeloberflächen, direkt auf dem Zahnstein heißt Biofilm. Der Biofilm besteht aus Bakterien, die sich organisieren und eine schützende Hülle um sich bilden. Mikroorganismen sind darin resistent gegen Antibiotikas, antimikrobielle Substanzen und der körpereigenen Immunabwehr. Wenn ein Schwellenwert überschritten wird, beginnt ein neuer Krankheitsschub.
  • Patienten mit ausgeheilter Parodontitis haben ein lebenslanges erhöhtes Risiko, erneut zu erkranken.
  • Zuerst wird bei jeder Recallsitzung ein Screening auf tiefe Taschen und Blutung durchgeführt.                                  Auf der Grundlage dieses Befundes erfolgt erneut die Entfernung des Biofilms erfolgt durch eine professionelle Zahnreinigung, da die Zahnbürste diesen nicht entfernen kann, und das weitere Vorgehen wird besprochen.

Die zeitlichen Prophylaxe- Abstände werden bei jedem Patient ganz individuell festgelegt.

 

Patienten- Info – Parodontitis- Behandlung

 


 

 


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